Frau Meta und Herr Beta

leaves-buds-green-spring-pxfuel-CC0

Neue Funktionen von Zoom im Test

Michael Lindner

Michael Lindner

Zoom bietet immer etwas Neues. Beim letzten Release gab es gleich mehrere neue Funktionen. Ich habe in der letzten Woche mit zwei Kursen die neuen Funktionen ausgetestet und mit den didaktischen Nutzen angeschaut.

Ich bin auf das neue Release auf LinkedIn gestoßen. Zwar hatte ich schon länger vor, meinen Zoom-Client zu aktualisieren. Ich nutze das Update jetzt aber auch für einen kurzen Test der neuen Möglichkeiten von Zoom. Die neuen Funktionen sind zunächst unspektakulär, bieten aber einige neue didaktische Varianten für Zoom-Webinaren. Die erste Funktion ist ein Multi-Spotlight, damit können mehrere Teilnehmer hervorgehoben werden. Eine weitere neue Funktion ist die wählbare Sitzordnung. Die Videokacheln der Teilnehmenden können verschoben und festgepinnt werden. Und in den Optionen der Breakout-Sessions gibt es jetzt die Möglichkeit, die Teilnehmer zu verschieben und an einem Platz festzupinnen.

Das Zoom Spotlight für mehrere Personen

Das Multi-Spotlight ist eine interessante Funktion als Ergänzung für die Gruppenarbeiten. Die Funktion lässt sich über das Videofenster ansteuern. Wenn Sie das Multi-Spotlight aktivieren, können Sie mehrere Personen mit der Funktion hervorheben. Die Personen erscheinen dann in den Ansichten auf Zoom in prominenter Stelle. In der Galerieansicht rücken die Teilnehmer im Spotlight nach Links oben. In der Sprecheransicht werden die Teilnehmenden im Spotlight nebeneinander eingeblendet. Ich bin bei Zoom häufig etwas unglücklich über das Handling, auch hier finde ich die Umsetzung etwas umständlich geraten. Wenn ich ein neues Spotlight setze, muss ich das alte erst auflösen. Das finde ich in der Nutzerführung etwas kompliziert. Aber die Funktion hat tatsächlich einen Nutzen. Ich kann jetzt Gruppen besser sprechen lassen. Das ist sinnvoll für Präsentationen oder Gruppenarbeiten. Die Gruppenmitglieder können ins Spotlight gesetzt werden und erscheinen dann für alle in der Ansicht an einer gut sichtbaren Stelle.

Die feste Sitzordnung

Ein stetiges Ärgernis bei Zoom ist die ständig wechselnde Sprecherdansicht. Das Problem gibt es auch bei anderen Webkonferenz-Tools. Wenn jemand spricht, erscheint die Person oben. Und bleibt dann dort. Wenn es also eine etwas lebhaftere Diskussion gibt, wechseln die Personen digital mehrmals die Plätze. Das ist verwirrend und mich stört das in der Moderation. Die Teilnehmenden können nun verschoben und “fixiert” werden – also die genauer gesagt die Videokacheln der Teilnehmenden. Damit kann ich in der Moderation einfacher eine feste Gruppenordnung erstellen. Didaktisch ist das natürlich gut für verschiedene Interaktionen. Zum Beispiel kann ich das Warm-Up Geschenke überreichen mit dieser Funktion viel besser umsetzen, da ich jetzt einfacher eine feste Gruppenanordnung erstellen kann.

Ich finde die Funktion auch sehr praktisch, wenn es um Gruppenpräsentationen geht oder um Präsentationen generell. Ich kann die Teilnehmer jetzt schon in die richtige Reihenfolge setzen und die Abfolge der Präsentationen visuell abbilden. Oder auch Warm-Ups für Präsenzseminare, wie Tiger – Samurai – Oma lassen sich mit dieser Funktion besser umsetzen.

Frei wählbare Gruppenarbeiten

Auch die Breakout-Sessions haben eine Überarbeitung bekommen. Unter den Optionen kann ich jetzt die Möglichkeit aktivieren, dass die Teilnehmenden ihre Session selbst wählen. Das ist eine wichtige Neuerung, weil ich damit didaktisch weitere Möglichkeiten bekomme. So kann ich ein Welt-Café mit dieser Funktion einfacher gestalten. Bei dieser Gruppenmethode wechseln die Teilnehmenden zwischen verschiedenen Tischen mit verschiedene Themen und bearbeiten pro Phase eine bestimmte Fragestellung. Die Methode ist sehr aktivierend und regt die Problemlösung der Teilnehmenden an. Ich setze die ganz gerne in Seminaren ein, auch mal in einer kurzen Form für eine Abschlussreflexion.

Diese freie Form der Gruppenarbeit war bis jetzt in Zoom nur sehr umständlich umsetzbar. Jetzt können die Teilnehmenden dann verschiedene Themenräume selbst aufsuchen. Genauso lassen sich auch BarCamps umsetzen. Oder Methoden, in der Gruppen etwas erarbeiten und die Teilnehmenden dann frei eine Gruppenpräsentation ansehen.

Die neuen Möglichkeiten in Zoom ermöglichen tatsächlich auch neue didaktische Formen und machen damit digitale Präsenzseminare noch interaktiver.

Beitragsbild: leaves-buds-green-spring-pxfuel-CC0

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING

Weitere Artikel

Tools und Programme für ein interaktiveres Webinar.

21 Tools für mehr Interaktionen im Webinar

Gute Webinare leben von Interaktionen mit den Teilnehmenden. Kommunikation und Austausch findet in erster Linie über das Webinarprogramm statt. Mit den richtigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Datenschutz & Impressum

© All rights Frau Meta und Herr Beta

Made with ❤ in Cologne